Freitag, 8. September 2017

Yellowstone-Nationalpark

Weiterfahrt nach Spokane über Butte 26.8.

Einen Zwischenstopp auf der Weiterfahrt legten wir in der ehemalige Bergbaustadt Butte, die wegen ihrer Gold- und Silbervorkommen vor hundert Jahren als reichster Hügel der Welt bezeichnet wurde. Inzwischen lebt die Stadt mit den Bergbauresten, darunter ein vergifteter See vom Kupferabbau. Hier gibt es auch das längst genutzte Bordell der USA.




Die Weiterfahrt wird von heftigen Waldbränden begleitet, die die Sonne tiefgelb verschleiern,


Erkundungen in südlichen Teil und Grand Teton 25.8.

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns wieder Richtung Canyon Village auf, wobei wir den kurzen Abstecher über die Einbahnstraße zur Virginia Cascade wählten. Und da kam uns auf einmal ein Bison auf der Straße entgegen. Was tun? Ich hielt an und das gewaltige Tier marschierte unbeeindruckt an uns vorbei


Auf dem weiteren Weg Richtung Yellowstone-See bekamen wir dann noch mehr Bisonherden zu sehen.


Ein kurzer Zwischenstopp wurde im Lake Village am Yellowstone-See eingelegt, wo es recht ruhig und gemächlich zuging.


In Richtung Grand Teton zwang dann eine Baustelle zu einem längeren Halt, bis uns ein Lotsenfahrzeug weiter durch die Baustelle begleitete.


Die Grand Tetons bieten eine eindrucksvolle Gebirgskulisse, aber ob die lange Anfahrt den Ausflug gelohnt hat? 


Zurück im Yellowstone-Nationalpark forderte das Licht der untergehenden Sonne noch zu einem Stop an den Quellen im Biscuit Bassin heraus.



Abends ist es klar und wir wollen die Spiegelung der Milchstraße im Hebgen-See nördlich von West Yellowstone fotografieren.

 


Erkundungen in nördlichen Yellowstone-Nationalpark 24.8.

Heute hieß es zunächst Abschied von den Kurzreisenden zu nehmen, die sich auf den Heimweg machen mussten.


Ziel war an diesem Tag der nördliche Nationalparkteil, wo wir die Sinterterassen der Mammoth Hot Springs ansteuerten. Und hier traf ich dann gleich drei Bekannte aus Deutschland und Frankreich! 



Weiter ging es dann zum farbenprächtigen Yellowstone Canyon, wo es allerdings zeitweise regnete.


Später beruhigte sich das Wetter und nun war auch der Parkplatz am Norris-Becken ein Platz zu finden. Die Geysire wirkten in der ruhigen Abendstimmung besonders gut.



Erkundungen im westlichen Yellowstone-Nationalpark 23.8.

Heute wurde der südwestliche Teil des Nationalpark am Tage erkundet. 
Nachdem wir den Beobachtungsplatz der Nacht im Hellen erkundet hatten, ging es zu den nahen Geysir Bassins mit ihren farbenprächtigen Böden und qualmenden Pools ....


Und dann stand natürlich noch der Geysir Old Faithful auf dem Programm, der natürlich immer wieder viele Besucher anzieht.

 


Bei der abendlichen Rückfahrt gab es dann Staus, wenn neben der Straße ein markantes Tier zu sehen war....

Weiterfahrt zum Yellowstone-Nationalpark und Sternbeobachtung 22.8.

Auf dem Weg zum Yellowstone-Park gab es zunächst einen Zwischenstop am Craters of the Moon National Monument, das regelrecht von Menschen überrannt wurde - wollten alle SoFi-Reisenden auch auf den "Mond"kratern wandeln - oder lag es daran, dass das Monument grade als International Dark Sky Park anerkannt worden war 😊?
Auf den Parkplätzen war kaum ein Stellplatz zu bekommen, und offenbar hatten die Ranger aufgegeben, Eintritt zu kassieren...






Ganz in der Nähe befindet sich der erste Kernreaktor, der öffentlich genutzten Strom herstellte für den nahen Ortt Arco. Davor zwei nukleare Flugzeug- und ein Lokomotivenmotor.







In der Wüste befinden sich weitere kerntechnische Anlagen des Idaho National Laboratory




Über die Beobachtungen im Yellowstone-Nationalpark wurde bereits berichtet.

Donnerstag, 7. September 2017

Nachtrag 20. und 21.8.: Finsternistag

Finsternistag 21.8.

Während 3 Wagen bereits um Mitternacht starteten, in der Hoffnung einem Verkehrschaos zu entgehen, fuhren zwei weitere um 3 Uhr los, doch alle kamen ohne Probleme vorzeitig zum Ziel Menan Buttes durch. Am Craters of the Moon National Monument konnte noch eine Helligkeitsmessung des dunklen Sternhimmels gemacht werden: 21.6 mag/arcsec². 

Dann war noch der Vorüberflug der chinesischen Weltraumstation Tiangong 2 angekündigt, den wir in in der beginnenden Morgendämmerung verfolgen konnten, beeinträchtigt durch einzelne Wolken. Ihre Bahnneigung ist so gering, dass sie in unseren heimischen Breiten kaum zu sehen ist. Hier waren wir bereits in der Totalitätszone und überall standen auf Plätzen oder Einfahrten Autos von Leuten, die sicher die Finsternis beobachten wollten.

Am Beobachtungsplatz trafen wir uns mit den Früh-Ankömmlingen, erkundeten die Umgebung mit dem Fischadlernest und begannen, unsere Instrumente aufzubauen.






Ich hatte folgende Experimente geplant, die aber nur ein Teil funktionierte (in Klammern):



  • Fotos der Korona 400mm + Canon 6D (teilweise)
  • Foto Flashspektrum (erfolgreich) und Koronaspektrum (nein) mit modifizierter 700 D 

  • Foto der inneren Korona 1000mm + 700 D (unscharf)
  • Übersichtsfilm 550 D (Abbruch mitten in der Totalität wegen Erreichen der 4 GB-Grenze)

 360° Panorama mit der Ricoh Theta (ok)

  • Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren (ok)

  • China-Luxmeter mit USB und RaspberryPI (ok)

  • Luxmeter Extech HD450 (s.o. Messbereich bei Totalität?)
  • SQM (PC in Ruhemodus gewechselt, keine Messungen während der Totalität)
Da am Beobachtungsplatz keinerlei Telefon- oder Internetverbindung möglich war, fuhr ich noch nach Rexburg, um dort über WLAN oder mobiles Internet eine erste Meldung an die deutschen Medien zu senden, was auch nicht recht gelang, zudem stand ich ziemlich lang in Staus....

Auf jeden Fall war die Finsternis bei bestem Wetter ein großartiges Erlebnis, das abends nach einem Essen bei Sizzler (die Kette sei mal erwähnt, da wir gute Erfahrung damit gemacht haben) noch mit regionalem (meist sehr süßem) Wein begossen wurde!

Und der Bericht an die heimischen Medien ging nachts noch heraus, mit dieser Resonanz:
Neue Osnabrücker Zeitung
Norddeutscher Rundfunk

Entspannungstag vor dem Finsternistag 20.8.

Der letzte Tag vor der SoFi sollte etwas entspannter angegangen werden. Zunächst machten einige einen letzten Generaltest ihrer Ausrüstung hinter dem Hotel - wie Gerold schon berichtete -, was teilweise auch interessierte Zaungäste anzog.



Und dann wurden noch die Sehenswürdigkeiten der unmittelbaren Umgebung erkundet: die Schlucht des Snake Rivers bei Twin Falls, wobei die Brücke gerne von Paraglidern als Absprung genutzt wird.



Und einige fuhren zu den Shoshone Wasserfälle.

Abends gab es dann noch ein ausgiebiges Essen beim Mexikaner, wo Thomas extra Plätze reserviert hatte:


 



Am Abend zog eine dünne Bewölkung auf, doch die Wetterprognosen sagten vorher, dass sich die Wolken am frühen Vormittag des Finsternistages auflösen würden - wir vertrauten darauf!